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28. April 2008

an den see!










endlich geht’s hoch zum lago niassa oder bekannter als lake malawi. ich bin total gespannt, nach all dem vielen schwärmen von maya & co. und kann’s kaum erwarten!
nur schon der maputo international airport ist ein erlebnis. irgendwie scheinen dort some years stillgestanden zu sein und es hat also noch einen töötsch of real africa! mit sehr viel gepäck checken wir ein und es ist ein ziemliches towobahu, bis wir das übergewicht verhandelt haben. aber ein inlandflug in afrika ist trotz einer modernen lam (linhas aéreas de moçambique) boeing 737 immer noch eine flugreise ohne bushige terrorängste und entblössende kontrollen. gut, die 2 security officals am gepäckband sind auch zu sehr mit ihrem kreuzworträtsel beschäftigt…
wir fliegen hoch durch ganz mozambique und man kann trotz der flughöhe einiges erkennen. die dimension des landes ist riesig und meist ist einfach nichts unter uns. eine zwischenlandung in tete (am sambezi river) und wir landen perfekt pünktlich in lichinga. wir warten erstmal ziemlich lange auf unser gepäck – das gepäckband ist einfach herzzerreissend herzig und gerade ein mann entlädt die fracht… - doch die zeit vergeht in der kleinen arrival hall sehr rasch. maya kennt halb lichinga, ein halli-hallo und es scheint grad alles was rang und namen hat am airport zu sein.
hudson, der gärtner, holt uns ab und wir düsen in knapp 3 stunden an den see. der erste teil, 100 km recht komfortabel auf teerstrasse durch wunderschöne landschaft. kurz vor metangula scharf links und nun kommt real african adventure. da ist die naturstrasse zu unserer jagdhütte im weisstannental in guter gesellschaft – über 5 hügel werden wir durchgeschüttelt, maya fährt professionell - und dann – colongue!
am see – am ziel!

27. April 2008

vorbereitung für den busch...







für die kommenden monate oben am lake malawi ist noch einiges vorzubereiten. die beschaffungsmöglichkeiten dort sind beschränkt und es gilt die einkäufe aus der schweiz und südafrikas wie wasserfilter, generator, ameisengift, lampen, samen und vieles mehr zu verpacken. und dann der neue acer laptop, direkt vom interdiscount bern importiert, muss noch wireless ans mcel - der staatliche mobileprovider mit der einzigen antenne in metangula - netzwerk angebunden werden. was aufgrund microsoft vista so eine sache ist. maya und ich werden zum hauptsitz des telekommunikationsriesen weitergeschickt. dieser - und ich bin völlig wertfrei mit diesen newtelco burgen - erinnert mehr an eine billige ferienanlage irgendwo in der welt. nach einigem durchfragen taucht senõr jettah auf und maya erklärt ihm unser problem. mit einigem grinsen und längerem warten kriegen wir ein usb modem und sind erstaunt als auch totally happy. bis zum zeitpunkt als wir es in der residenz im laptop testen... was uns zu einem weiteren besuch im headquarter veranlasst und wir erfahren, dass unsere connection-speed-erwartungen hinter den grundsatz mcel's "mcel gives priority to voice" einzuordnen sind. und nun weiss ich realtime, wenn die mobiles rund um metangula sprechen... priorty to voice - genial banal - basta - jawoll.

und dann lazy sunday afternoon - wunderschön. ist die innenstadt maputo's schon ganz faszinierend, so ist es definitiv die küste und der strand. in einer guten viertelstunde ist man aus der stadt raus und inmitten der "beach". dieser zieht sich über einige kilometer und besteht aus flachen sandbänken, auf welchen das leben des edleren maputos abgeht. vom fussballspiel, zum picknik place bis hin zum perfekten setting für tragisch kitschige hochzeiten mit "prozession" auf den dämmen - hier bricht das ehemalige mutterland portugal voll durch und es fehlen nur noch fado klänge, nur ist alles mit einem schuss afrika viel bunter und erträglicher ;-)


beachbars, restaurants, verkaufsstände und nun kommen auch noch shopping malls aus südafrika. viel noch sichtbarer (wenn auch verblasster) glanz von art-deco und sozialistischer architektur im übergang in die stadterweiterung mit riesigen, geschmacklosen residential komplex burgen. einmal mehr sieht man, geld hat nichts zu tun mit geschmack...

26. April 2008

stadtrundgang in maputo

















































maputo - die hauptstadt von mozambique liegt in der delagobucht und ist relativ jung - 1875 wurde lourenço marques die hauptstadt der damaligen portugisischen kolonie. mit der unabhängigkeit mozambiques wird stadt in erinnerung an den afrikanischen häuptling, der bis zur ankunft der europäer hier regiert hatte, in maputo umbenannt.

und die stadt begeistert! schon beim anflug beeindrucken die breiten avenidas, die maputo fast schachbrettartig durchziehen. die moderne von zahlreichen hochhäusern geprägte skyline, die vielen kolonialbauten in besserem oder verlottertem zustand und vorallem das viele grün der baumalleen und palmen wecken den verdacht, irgendwie nicht wirklich in ostafrika zu sein. die atmosphäre und die eindrücke erinnern mehr an lissabon oder rio de janeiro.

das highlight der stadttour ist zweifelsohne der bahnhof, der majestätisch an vergangene zeiten erinnert, als das reisen noch das abenteuer gewesen sein muss. der prachtbau geht auf das design von eiffel zurück und krönt den endpunkt der 1895 fertiggestellten eisenbahnlinie von johannesburg nach lourenço marques. ebenfalls baute eiffel die casa de ferro, ein zweistöckiges eisenhaus (sein material...) als residenz für damaligen gouverneur. aber das afrikanische klima heizte das gebäude viel zu stark auf, dass man darin komfortabel wohnen könnte und folglich verzichtete der gouverneur auf das vergnügen in einem eisengestell zu residieren. weiter begeistern der mercado central mit seinem kuppeleingang und der wunderschönen auslage der gemüse und früchte (da kann der globus also einpacken - jawoll). beim weiterschlendern durch die ruas und avenidas schicken mich die strassennamen auf einen exkurs durch die sozialistische geschichte - sämtliche protagonisten mit rang und namen sind hier verewigt - von karl marx, vladimir lenine zu kim II sung, über mao tse tung, salvadore allende zu julius nyerere. aber am absolut chicsten ist die avenida friedrich engels mit wunderbarer perspektive auf das meer ;-) der besuch des museo da revolucao, um mehr über die unabhängigkeit des jungen mozambiques zu erfahren, blieb mir wegen renovation verwehrt - ein guter grund für eine wiederkehr ,-)

auch wenn die koloniale vergangenheit portugals viele dunkle seiten hat - die vermischung mit afrika und seiner vitalität macht die stadt einzigartig und man kann sich dem groove kaum entziehen. auf den punkt gebracht - maputo ist faszinierend mit seiner verspielten, leichten atmosphäre!

24. April 2008

mit oma hedwig unterwegs!



nach endlosen - oder zumindest so schiens mir - regentagen ist's endlich soweit. auf nach mozambique. zürich zu verlassen fällt mir nicht wirklich schwer - zumal ich irgendwie ziemlich im stress war (man glaubt's kaum...) und meine leberwerte kritisch mit sodbrennen alarm schlugen.
meine erste mission meines mozambique abenteuers ist die betreuung von oma hedwig, maya's mutter und mit 82 noch voll im saft, auf ihrer reise nach maputo. im rahmen der abschiedsszenen von oma hedwigs family - also hedy, freddy und jonathan - und ergo einer gewissen nervosität vergessen wir einfach oma hedwig's koffer unten am flughafenbahnhof. was uns beim check-in ziemlich ins staunen und anschliessend in aufregung versetzt... glücklicherweise steht der koffer noch "ungesprengt" an seinem vergessenen ort. von da an klappt die reise wunderbar.


mit dem A340 über johannesburg mit einem ausgedehnten transitaufenthalt, der richtig lust auf einen aufenthalt in südafrika macht, erreichen wir am drauffolgenden nachmittag maputo. maya holt uns am flughafen ab und bringt uns direkt in die residenz des schweizer botschafters (maya's ehemann thomas). schon sehr angenehm, wenn man sich in einem noch unbekannten land und einer fremden stadt (ich erinnere mich an kampala und dar-es-salaam) nicht um eine unterkunft kümmern muss. wir geniessen die abendsonne und die sicht auf den indischen ozean. einfach wunderbar!












21. April 2008

auf nach mozambique


noch 2 tage und dann geht's auf nach mozambique... zürich - johannesburg - MAPUTO.

dort werde ich einige tage verbringen und dann über 2'500 km an den lago niassa (oder lake malawi) an der grenze tansanias hochreisen zu maya's colongue retreat...


freu mich riesig dem aprilwetter mit regen zu entfliehen und bin mächtig gespannt was mich die nächsten wochen erwarten wird...